Geschichte

Die Wanfrieder Tischtennisabteilung ist in 1975 neu gegründet worden, nachdem sie sich nach ihrer ersten Gründung in 1947 nicht etablieren konnte. Spieler der ersten Saison waren Reiner Graf, Manfred Wetzer, Jürgen Roth, Karl-Dieter Braun, Hans Scherm, Uwe Eberhardt, Elmar Stockheim und Willi Krapf. Reiner Graf führte 18 Jahre lang die Abteilung und ist bis heute nicht von seinem Sport zu trennen. Reiner Graf und Tischtennis in Wanfried, ohne einander kaum denkbar!

Unter seiner Führung trug die Tischtennisabteilung auch dazu bei, dass 1989 die drückende Enge des kleinen Trainingsraumes in der Schulsporthalle endlich verlassen werden konnte. Mit der Einweihung der frisch renovierten Erich-Schröder-Halle stand nun eine neue Heimat für die Abteilung bereit, welche ausreichend Platz zur Verfügung stellte. Dadurch wurden die Trainingsmöglichkeiten unserer Abteilung deutlich verbessert. Gerade in den letzten Jahren zeigte sich, wie wertvoll der zusätzliche Platz bzw. Zeitgewinn ist, wenn es um die nur begrenzt verfügbaren Hallenzeiten geht.

Die erst junge weibliche Jugendmannschaft musste bereits 1989 mangels ausreichender Anzahl an Spielerinnen wieder aufgelöst werden. Trotzdem wurde die Anzahl der am Seriensport teilnehmenden Spieler durch den Aufbau einer zweiten männlichen Jugendmannschaft gehalten. Nach 1990 konnten leider keine rein weiblichen Tischtennismannschaften mehr aufgestellt werden.

Nach 1990 nahm die Anzahl aktiver Spieler und damit gemeldeter Mannschaften kontinuierlich ab. Konnten 1991 noch 5 Mannschaften gemeldet werden, davon 3 Herren- und 2 Jugendmannschaften (3 von Reiner Graf betreut), waren es zur Serie 96/97 nur noch 2 Herren Mannschaften. Grund dafür war auch der Weggang einiger Veteranen. Hans Scherm, selbst mehrere Jahre Mannschaftsführer, spielte fortan mit Heinrich Büchner, Gerhard Krannich und Otto Bischhof Tischtennis wieder bei den Altherrenturnern.

Den Abwärtstrend konnte der 1995 zum Abteilungsleiter gewählte Manfred Wetzer erst 1998 stoppen und umkehren. Maßgeblich angeregt von Martin Böttner, konnte innerhalb kurzer Zeit je eine Jugend-, Schüler- und Bambino Mannschaft angemeldet werden. Zur Serie 99/00 stellte die Wanfrieder Tischtennisabteilung neben 2 Herrenmannschaften je 2 Jugend- und Schülermannschaften. Hier engagierten sich neben Martin Böttner auch Reiner Graf und Jörn Krämer an der Jugendarbeit. Im Jahr 2001 setzte der Tischtennisbund auch eine der gravierendsten Regelanpassungen durch: der Balldurchmesser vergrößerte sich um 2mm, die Sätze enden bei 11 anstatt 21 Punkten, es müssen fortan 3 und nicht 2 Gewinnsätze erspielt und der Aufschlag bereits nach 2 anstatt 5 Punkten gewechselt werden.

In der Serie 02/03 schaffte Jörn Krämer mit Hilfe seines Teams aus der 1.Mannschaft (Christian Plafki, Ewald Zeiger, Hermann Rodeck, Reiner Graf und Rainer Montag) den Aufstieg in die Bezirksklasse, nachdem seit 1988 fast durchgehend in der Kreisliga gespielt wurde. Leider erfolgte bereits in der Serie 04/05 der Abstieg, da nur der vorletzte Tabellenplatz erreicht wurde. Daraufhin verließ Jörn Krämer Richtung Oberhone die Wanfrieder Tischtennisplatten. Und es kam noch schlimmer: ein weiterer Abstieg in die 1. Kreisklasse folgte und somit der nächste Weggang: Christian Plafki wechselte ebenfalls seinen Tischtennisverein, er ging nach Frieda. Ebenfalls 2005 wurde die Meldung der Serienspielergebnisse unserer schnelllebigen Gesellschaft angepasst. Innerhalb von 24 Stunden sind die Ergebnisse im Internet vollständig zu erfassen. Nach und nach werden auch Termine und Mannschaftsaufstellungen nur noch im Internet gemeldet und bestätigt. Somit können alle Tischtennisinteressierten zeitnah Informationen, Meldungen und Ergebnisse abrufen.

Die Serie 06/07 brachte einige Veränderungen hervor: Paul Baden wurde Ende 2007 neuer Abteilungsleiter und die bis dato bestehende Jugendmannschaft konnte nicht mehr gemeldet werden. Die Spieler wurden erfolgreich in die Herrenmannschaften integriert und sammelten mit ihnen neue Erfahrungen.

Für die Serie 08/09 konnte ein Eschweger Spieler für den Wanfrieder Tischtennissport reaktiviert werden: Werner Heinemann, ehemaliger Landesligist und Regionalligaspieler, spielt seit Anfang 2009 aktiv und erfolgreich in der 1.Mannschaft. Schließlich konnte auch Christian Plafki wieder überzeugt werden, für seine Heimatstadt in der 1.Mannschaft anzutreten. Somit war für die nächste Serie 10/11 klar: Wanfried spielt wieder auf Kreisliganiveau und wurde auch dort mit den Spielern Christian Plafki, Werner Heinemann, Hermann Rodeck, Manfred Wetzer, Reiner Graf und Ewald Zeiger gemeldet.

2011 brachte die jüngste Neuerung des Deutschen Tischtennisbundes die Aufstellung der Mannschaften vieler Vereine durcheinander. Seit dem werden die Spielstärken anhand der Spielergebnisse deutschlandweit errechnet und Spieler müssen innerhalb ihrer Vereine entsprechend ihrer Punkte eingereiht werden. Die Berücksichtigung persönlicher und vereinsinterner Interessen wird durch diese Reglung fast vollständig unmöglich gemacht.

Neben dem Aufstieg der 1.Mannschaft in die Kreisliga gab es weitere Anlässe zur Freude: ein Urgestein des Tischtennissportes, der seit vielen Jahren für die Wanfrieder spielt, wurde für 10 Jährige Mitgliedschaft im VfL geehrt. Dabei handelt es sich um den Dienstältesten, aktiven Spieler unserer Abteilung: Ewald Zeiger (Jahrgang 1935). Er ist noch immer ein zuverlässiger Spieler und wir wünschen ihm weiterhin viel Gesundheit und Erfolg. Eine weitere feste Größe in der Abteilung ist Hartmut Gücking. Er führt seit 15 Jahren die 2.Mannschaft durch alle Höhen und Tiefen. Besonders die letzten Jahre brachten eine vom Erfolg verwöhnte Mannschaft hervor. Mehrere Meister- und Vizemeistertitel konnten unter seiner Führung verbucht werden. Aktuell steht die die 2.Mannschaft unter Hartmut Gücking (mit seinem Team: Marco Zölfl, Paul Baden, Jörn Eisenhuth, Karsten Dahmer, Elmar Stockheim und Werner Benning) erneut auf Rang 1 der 3. Kreisklasse.

Der Ausblick des Tischtennissportes in Wanfried und im Werra-Meißner-Kreis ist 2012 noch ungewiss. Nicht nur durch die sogenannten TTR-Punkte, die seit der Serie 2010/2011 für die Aufstellung verpflichtend wurden, auch sinkt seit Jahren die Anzahl aktiver Spieler und gemeldeter Mannschaften. Viele Vereine beklagen das Fehlen von Nachwuchsspielern. Auch Wanfried konnte trotz der starken Jugendarbeit von 1998 bis 2006 nur wenige junge Spieler aus dieser Zeit bis heute halten, welche zurzeit voll im Spielbetrieb eingesetzt werden. Natürlich spielt dabei auch der Standort Werra-Meißner-Kreis, mit seinen demographischen Problemen (z.B. Aussichten auf ein ordentliches Auskommen und die Vielfalt anderer Freizeitaktivitäten) eine Rolle. Im Gegensatz zu einigen anderen Vereinen haben wir jedoch eine solide Basis an Stammspielern und es herrscht ein großer Zusammenhalt innerhalb der Abteilung. Regelmäßig feiern wir unsere Serien- und Pokalerfolge genauso wie Saisonereignisse (z.B. Weihnachtsfeier) und haben auch neben den Serienspielen viel Spaß an unserem Sport.

In den Jahren um 2015 konnten wir jedoch einige Bereicherungen für die Abteilung verzeichen. Eine gewisse Rotation durch diese Zugänge erzeugte ebenso wie die TTR-Zahlen zwischendurch ein hin und her in den Aufstellungen. Doch trotzdem erzielten die Mannschaften in Ihren Konkurrenzen wieder gute Ergebnisse wie beispielsweise unsere Zweite mehrmalig als Vizemeister. Zusätzlich krönte sich einer unserer Spieler in 2016 mit dem Titel des Kreiseinzelmeister im Werra-Meißner.

Im Jahr 2020 wurde der Sitzung vom 30.09.2020 eine durch den Abteilungsvorstand lang und ausführlich vorbereitete Abteilungsordnung einstimmig angenommen. Diese Verschriftlichung aller Geflogenheiten soll den Aktiven als Gedankenstütze dienen und den Neuen ermöglichen, sich reibungslos in der Abteilung einzufügen. Die jeweils aktuellste Fassung ist jederzeit über die abteilungseigene Internetseite abrufbar, aber auch klassisch auf Verlangen bei der Abteilungsleitung erhätlich.

Aktuell haben wir 2 gemeldete Mannschaften (6er Paarkreuz und 4er Paarkreuz) und könnten auf Grund der aktuellen Situation sogar wieder Gedankenspiele zu einer dritten Mannschaft im 4er Paarkreuz spinnen. Das ist ein sehr erfreulicher Trend, den die Abteilung zu nutzen weiß.

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